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Die drei Klassen des 5. Jahrgangs der Löns-Realschule nahmen am Montag, 08.12., sowie am darauffolgenden Montag am Suchtpräventionsprojekt rund um das Thema ,,Vapes“ teil. Begleitet wurden die Klassen jeweils von Fachlehrkräften, Klassenleitungen und der Schulsozialarbeiterin Meike Frauendorf, die das Projekt organisierte.
In je 90 Minuten pro Klasse klärten Lisa König vom Lukaswerk Northeim sowie Thomas Sindram als Mitglied des Präventionsteams der Polizei im Landkreis wichtige Fragen und wiesen auf die Gefahren des Konsums samt Inhaltsstoffen hin. Mit viel Wissen und auch Sorge teilten die Jüngsten hierbei ihre Erfahrungen und Eindrücke. Es wurde deutlich, dass sich der Schwerpunkt des Zigarette Rauchens auf Vapes und Shisha verlagert und, auch wenn auch dieser Konsum erst ab 18 Jahren erlaubt ist, bereits die jüngsten Schüler*innen berichten können, was genau E-Zigaretten sind und wo die Gefahren für die eigene Gesundheit liegen.
In Form eines Memorys starteten die Schüler*innen und sammelten Informationen zu Vapes, Zigaretten, Zigarren, Nikotin, Nikotinersatz, Snus und Wasserpfeife. Es zeigte sich, dass viele Eltern rauchen und die Konsummittel auch daher bekannt sind. Zeitgleich wurde von den Schüler*innen auch Frust und Sorge über rauchende Familienmitglieder geäußert, auch wenn bei ihnen bereits Vorerkrankungen vorliegen. Die Rolle von Vorbildern, positiv wie negativ, im privaten Umfeld und auch über den Bildschirm, im Livestream oder TikToK, wurde besprochen. In vielen Videos von Influencern, denen die Jugendlichen folgen, wird zwar mittlerweile vor dem Konsum gewarnt, geraucht wird dann aber dennoch oder eine Vape zu Marketingzwecken gezeigt.
Auch die Problematik um Snus, ein relativ neuartiges Tabakprodukt, welches sich unter die Oberlippe geschoben wird und in der EU (bis auf Schweden) verboten ist, wurde eindrücklich von Herrn Sindram erläutert. Weil die Nikotinbeutel/Pouches oftmals aufgrund der schnellen und hohen Aufnahme des bis zu drei mal höheren Wertes an Nikotins im Vergleich zu Zigaretten zu Erbrechen und Kreislaufsproblemen führen können, sind sie besonders für Heranwachsende gefährlich.
Nichtsdestotrotz liegen Vapes, gerade durch ihren fruchtig-duftenden Geschmack und Geruch bei den Jugendlichen im Trend und ,,Nein sagen“ kann schwer fallen. Die Sorten, die die Kinder und Jugendlichen anlocken, sind ihnen genau bekannt: Peach, Wassermelone, Blaubeere und Minze. Der Trugschluss, ,,wenn etwas so angenehm fruchtig riecht und mit Obstsorten beworben wird, kann es für mich nicht schädlich sein“ wurde genauso diskutiert wie die eigentliche Gefahr dahinter: Aromastoffe werden erhitzt und können krebserregend sein, schlagen auf das Herz-Kreislauf-System ein, Nikotin und andere Stoffe, die in Insektenschutzmitteln benutzt werden, dringen in die Blutbahn. Vapes sind vielerorts zu kaufen und für Kinder und Jugendliche zu leicht zu erreichen. Obwohl die eigene Gesundheit leidet, hält sich der Mythos hartnäckig als cool zu gelten, wenn man rauchend mit einer Vape gesehen wird.
Für das Geld, welches man im Jahr über, statt es für Genussmittel dieser Art auszugeben, für andere Dinge verwenden könnte, hatten die Fünftklässler*innen viele gute Ideen: Urlaub, Shopping, für den Führerschein sparen oder in Weihnachtsgeschenke investieren. Um dies auch bei einer (möglichen) Suchtproblematik dann auch möglich zu machen, hielten die Klassen verschiedene Möglichkeiten fest, wie man die Vape möglichst zur Seite legen kann: sich ablenken und etwas mit Freunden unternehmen und den Stress dort oder mit der Familie besprechen, Tagebuch schreiben, Sport machen, sich Hilfe holen und die Suchtberatungsstelle des Lukaswerks aufsuchen. Die Klassen 5a, 5b und 5c sind gut aufgestellt, die meisten von ihnen gehen regelmäßig Hobbies nach, treiben Sport und sind mit ihren Lieblingsmenschen im Austausch. Dennoch können sie, als mögliche Angehörige oder Betroffene, das Beratungsangebot des Lukaswerks annehmen und sich bei Fragen und Sorgen um die eigene Gesundheit und die der Mitmenschen auch jederzeit an die Schulsozialarbeiterin wenden.
Die Schulleiterin Steffi Tecklenburg dankt herzlich Lisa König und Thomas Sindram für die gelungene Umsetzung in den Klassen und Meike Frauendorf (Schulsozialarbeiterin der Schule) für die Organisation der so wichtigen Präventionsveranstaltung.

Mo, 05. Oktober 2026